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20. Mai 2012

Stahlwerk Oberhausen - Das Ende kam um 8 Uhr

NEUE MITTE. Ofenhalle des Elektrostahlwerks fiel planmäßig in sich zusammen. Nur wenige Schaulustige fanden sich an der Osterfelder Straße ein.

Trübes Wetter. Es nieselt. Nur wenige Schaulustige haben sich am Samstagmorgen kurz vor acht an der Osterfelder Straße eingefunden, um die Sprengung der Ofenhalle des einstigen Elekrostahlwerkes mitzuerleben. Der Knall ist ohrenbetäubend und dringt durch Mark und Bein. 130 Kilogramm Sprengstoff lassen die riesige Halle wie ein Kartenhaus zusammenbrechen - und die Erde erzittern.

"Die haben doch nur von einer Sprengung gesprochen, nicht von einem Erdbeben", witzelt ein Zaungast und versucht etwas in der weiß-grauen Staubwolke zu erspähen. Doch die bleibt auch dieses Mal länger über dem Ort des Geschehens hängen. Erst nach nun nach vermag die leichte Morgenbrise den "Grauschleier" zu vertreiben. Dann wird klar: Die zweite Sprengung ist optimal gelaufen. Vom letzten Stück Montangeschichte in der Neuen Mitte ist ein Gewirr von Blechen, Stahlträgern und Betonbrocken geblieben, über das sich - wie ein Tuch - der grau-weiße Staub gelegt hat.

"Besser konnte es nicht laufen", kommentiert PBO-Geschäftsführer Dr. Wilfried Clauß das Geschehen und stellt mit Blick auf die zuvor erfolgte Bezahlung eines Großteils der Kaufsumme für das 60-Hektar-Areal durch Euro Auctions fest: "Nun kann man sehen, wie die Dinge ineinander greifen." Zum Jahreswechsel, so die Einschätzung, will Investor Derek Keys seinen mit dem Hamburger Entwicklungsbüro ECE erarbeiteten Masterplan für die Vollendung der Neuen Mitte vorstellen. Den Schwerpunkt soll das breit gefächerte Thema "Automobile" bilden.

Quelle: NRZ Online

 
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